Früher haben Bestattungen ausschließlich zum Aufgabengebiet der Kirche gehört. Das änderte sich im 19. Jahrhundert mit der Freidenkerbewegung, der Beruf des Trauerredners enstand.

Auf jeder Trauerfeier wird mir immer sehr deutlich: Vor dem Tod sind alle Menschen gleich. Der bekannte Schauspieler oder der angesehene Mediziner vor Ort, der Politiker oder die "einfache" alte Frau von nebenan. Die Ohnmächtigkeit vor dem Tod zeigt sich bei allen Trauergästen. Plötzlich reduziert sich alles auf das Menschsein. Auf andere Weise beindruckend ist es, wenn ein Kind bestattet wird. Das lässt keinen unberührt. Auch Menschen, die beruflich mit dem Tod zu tun haben - Kapellwärter, Musiker, Floristen - wird dann deutlich, dass das Leben begrenzt und gefährdet ist. 

Vor allem die Angehörigen brauchen in dieser Situation Zuspruch. In den letzten Jahren nehmen die Bestattungen - besonders in den Städten - zu, die nicht von einem katholischen oder evangelischen Seelsorger, sondern von einem Trauerredner begleitet werden. Aber nicht nur Atheisten verzichten auf geistlichen Beistand, sondern ich mache die Erfahrung, dass Leute, die der evangelischen oder der katholischen Kirche angehören, lieber einen Trauerredner wünschen. Häufig höre ich den Satz: "Wir wollen keinen Pfarrer, denn der hat mich ein Leben lang nicht besucht". Das zeigt mir, wie weit sich die Volkskirchen von ihren Schafen entfernt haben.

Als Trauerredner versuche ich mir, bei einem sogenannten Trauergespräch ein möglichst umfassendes Bild von dem Verstorbenen zu machen. Mit den Angehörigen spreche ich den Verlauf der Trauerfeier ab. Mir ist wichtig, möglichst viel über das Leben und die Persönlichkeit des Verstorbenen zu erfahren und die Angehörigen am Entstehen der Trauerfeier zu beteiligen. So kleide ich dann das Ergebnis in Worte und Formen. Dabei bekomme ich teilweise einen sehr tiefen Einblick in die Familien. Wie hat die Familie zusammen gelebt, was hat sie zusammen erlebt, was war wichtig, welche Höhen und Tiefen gab es. Auch die berühmte WARUM-Frage wird oft gestellt. Als Trauerredner leiste ich ein Stück säkulare Seelsorge.

Genauso individuell wie die Trauerrede soll auch die Musik sein. Die Lieblingsmusik des Verstorbenen, meist von einer CD eingespielt, oder Lieder mit tröstenden Texten, sollen der Feier eine individuelle Note geben. Ein breites Spektrum an Musikangeboten wird oft gewünscht, von Frank Sinatra oder Elvis über Herbert Grönemeyer bis Jonny Cash. Daneben sind auch klassische Instrumental- und Gesangstücke gefragt - life oder von CD.
Auch der äußere Rahmen - Friedhofskapelle, Kirche oder Trauerfeierhalle des Bestatters - und die Dekoration sind für viele wichtig. Wenn die Angehörigen einverstanden sind, lese ich als Trauerredner auch sehr gerne einen meditativen Text vor, ein Gedicht, Prosa - oder auch einen Bibelabschnitt. Manchmal bin ich überrascht, dass auf meinen Vorschlag hin dann ein Psalm oder das Vaterunser gewünscht wird.
Mein Ziel ist es, dass der Verstorbene würdevoll bestattet wird und dass die Hinterbliebenen sich würdevoll verabschieden können. Das der schwere Abschied zum Verstorbenen unvergessen bleibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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